Dreidimensionale Simulationen der Hirndurchblutung könnten künftig helfen, Diagnostik und Therapie bei Gefäßerkrankungen des Gehirns individuell zu planen. Voraussetzung ist, dass die simulierten Werte mit gemessenen Werten übereinstimmen.
In der Studie von Dr. Johanna Leyhe (Erstautorin) und Prof. Dr. Ilko Maier (Letztautor) wurden für 53 Patientinnen und Patienten mit TIA oder leichtem Schlaganfall ohne relevante Arteriosklerose der großen Hirnarterien patientenspezifische Gefäßmodelle aus der CT-Angiographie erstellt. Die mit der Software StroQ (ELPIS Simulation GmbH, Hann. Münden) berechneten Flussgeschwindigkeiten wurden mit der transkraniellen farbkodierten Duplexsonographie als klinischem Referenzverfahren verglichen. Die Abweichungen waren insgesamt gering; die Übereinstimmung war für die meisten intrakraniellen Arterien gut bis sehr gut.
Solche Simulationen könnten künftig dabei unterstützen, Blutdruckziele individuell festzulegen oder Entscheidungen über Eingriffe wie Carotis-Operation oder Stent zu begleiten. Dazu sind weitere Studien notwendig.
Originalarbeit: Leyhe JR, Reinecke-Lüthge CM, Jamous A et al. Three-dimensional, patient-specific simulation of cerebral blood flow velocities as a new approach for individualized stroke prevention and treatment. Comput Struct Biotechnol J 2025;28:321–329. doi:10.1016/j.csbj.2025.08.022 (PMID 40933852)
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