Die zerebrovaskuläre Reservekapazität beschreibt, wie gut sich die Hirngefäße an veränderte Bedingungen anpassen können. Bei fortgeschrittener Arteriosklerose der großen Hirnarterien ist sie vermindert und gilt als Risikofaktor für einen ischämischen Schlaganfall.
In der Studie unter Leitung von Prof. Dr. Ilko Maier wurden 25 gesunde Probandinnen und Probanden während eines standardisierten Hyperventilations-Apnoe-Tests sowohl mit neurovaskulärem Ultraschall als auch mit Echtzeit-Phasenkontrast-MRT untersucht, jeweils an der mittleren und hinteren Hirnarterie. Beide Verfahren zeigten verlässlich die erwarteten Veränderungen der Blutflussgeschwindigkeit; die absoluten Werte waren in der MRT etwas niedriger.
Die Autorinnen und Autoren sehen die Echtzeit-MRT als vielversprechendes Verfahren, um die Reservekapazität in verschiedenen intrakraniellen Gefäßen zu bestimmen.
Originalarbeit: Horstmann C, Hofer S, Dechent P, Bähr M, Maier I. Real-time phase-contrast MRI can be used to quantify cerebrovascular reserve capacity – a comparative study to neurovascular ultrasound in healthy subjects. Neuroimage Rep 2026;6(1):100332. doi:10.1016/j.ynirp.2026.100332 (PMID 41993702)
Titelbild (aus o.g. Publikation): Fig. 1. TOF-MRA of the intracranial arteries with marked locations for intracranial flow measurements with the RT-PC MRI. Measurement locations are marked as left (L) or right (R) site. MCA: medial cerebral artery; ACA: anterior cerebral artery; PCA: posterior cerebral artery; BA: basilar artery; VA: vertebral artery; ICA: intracranial carotid artery.
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